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Urlaub in der Toskana August 2014

Fotos im Ordner "Fotos Urlaub 2014"

 

„Aha“, dachte ich vor 2 Wochen, „meine Menschen holen diese großen

fahrbaren Dinger, in denen Kleider verschwinden können, aus ihren Verstecken

…. hm …. Das war doch schon ein paar Mal so, was war da noch gleich??“

Irgendwie hat das was mit längerem Höhlenwechsel zu tun gehabt und damit

sie mich auch ja mitnehmen, hab ich mich sofort auf die Treppe gesetzt.

Aber richtig brisant wurde es erst, als sie mein Futter abgepackt hatten und die

Leinen sowie meine Näpfe im Auto verschwanden. Es ging los ….stundenlanges

Fahren, wie in den Jahren vorher … kein Problem für mich, ich fahre ja gern im

Auto mit. Ich darf immer auf dem Rücksitz neben Milena liegen und kann aus

dem Fenster schauen wenn ich mag oder vor mich hin dösen.

 

Eins war diesmal aber anders: wir haben Zwischenstation in einem Hotel in

Norditalien gemacht. Ich war noch NIE in einem Hotel und … was soll ich sagen

… ich fands voll blöd und ziemlich stressig! Unser Rudel hatte eine gemeinsame

kleine Höhle in diesem Hotel und ständig war auf den Gängen Lärm, weil andere

Menschen und Hunde in Nebenan-Höhlen gingen und dabei seeeehr nahe an

unserer Höhle vorbeikamen. Also, das fand ich ja schon echt unhöflich und

außerdem kannte ich die gar nicht. Ich war ziemlich in Sorge… weit weg von

zuhause musste ich alleine nach dem Rechten sehen … wäre ich nicht gewesen,

hätten sich meine arglosen Menschen einfach schlafen gelegt!

Also, ich hab das verhindert und hab brav aufgepasst – hab jedesmal ange-

schlagen und so in einer Stunde mehr gebellt, als sonst zuhause das ganze Jahr!

Meine Menschen waren leider sehr undankbar und wussten meinen Beschützer-

dienst nicht zu schätzen. Erst haben sie mich beruhigt, dann geschimpft und

schließlich haben sie mir vorgeschlagen, dass ich im Auto schlafen könnte.

Das hab ich dann auch gerne gemacht – ich war ehrlich gesagt froh, endlich

zur Ruhe zu kommen.

 

Am nächsten Tag gings weiter und es wurde merklich wärmer.

Einen Zwischenstopp haben meine Zweibeiner in Pisa gemacht. Dort haben

sie einen Turm bestaunt, der irgendwie falsch gebaut worden ist – der war

ganz schief, ich hatte schon Angst, der könnte umkippen. Außerdem war

dort ein ziemliches Gewusel, viele Leute, viele Hunde ….

 

Irgendwann sind wir dann am Abend in unserer Urlaubshöhle in Pescia

Romana (100 km nördlich von Rom) angekommen. Wir hatten ein eigenes

Häuschen in einer kleinen und sehr ruhigen Ferienanlage auf dem Land…

mit Klimaanlage (juhuuu) und mit Pool ….

Der Besitzer hat gleich darauf hingewiesen, dass ich NICHT in den Pool dürfe…

na der war lustig, da wär ich eh nie freiwillig reingegangen, ich bin doch

kein Retriever. Wir Eurasier achten darauf, dass unsere Frisur nur im äußersten

Hitzenotfall nass wird.

Außerdem hat das Poolwasser gar nicht gut gerochen, auf keinen Fall trinkbar….

Der Chlorgeruch des Pools war allerdings nichts gegen den Geruch der

schwefelhaltigen Thermalquellen in Saturnia. Leute, ich sag euch – der

Ausflug dorthin war echt der Härtetest: erst eine Stunde Passstraße – ich hatte

Mühe, die Kurven im Liegen auszugleichen…zum Glück bin ich eine geübte

Autobeifahrerin! Meine Freundin Ronja hätte bestimmt schon nach den ersten

3 Kurven gespuckt….. kaum ausgestiegen, kroch mir dieser eklige

Schwefelgeruch in die Nase. Wiiiiiderlich, sag ich euch. Aber die Menschen

sind ja nicht ganz bei Trost – die haben sich mit größtem Vergnügen in der 

stinkenden Brühe gewälzt. Igitt...

 

Ich war froh, dass wir danach noch in ein Naturschutzgebiet gefahren sind,

wo es einen sauberen Wasserfall mit kühlem und wohlschmeckendem

Süßwasser gab… für mich das Highlight des Tages – man ist ja bescheiden….

 

Das ganz große Wasser, das Italien umgibt, schmeckte auch nicht gut – sehr

salzig, aber das kenn ich ja inzwischen schon. Im Gegensatz zu Kroatien war

das Ufer in der Toskana nicht steinig. Man findet überall lange Sandstrände.

Das war einerseits toll, weil ein weicher Boden einfach bequemer ist – andererseits

auch tückisch, denn der Sand war für meine Pfoten viel zu heiß. Ein weiterer

Nachteil: es gab keinen natürlichen Schatten am Strand, keine Bäume…..aber

meine Menschen haben gut für mich gesorgt: ich bekam eine eigene Liegematte

und einen eigenen Sonnenschirm. Mit Kaustangen, Süßwassernapf und ab und

zu einem Joghurteis ließ es sich so gut aushalten. Weil es so heiß war, hab ich

trotzdem die meiste Zeit geschlafen

Offiziell dürfen Hunde nicht an die Strände – es gibt überall Verbotsschilder.

Aber an den öffentlichen Stränden hält sich niemand dran. Abends konnte

ich am Meer auch öfter frei rumrennen, das war Klasse!!

 

Ansonsten haben wir das gemacht, was wir in Urlauben immer machen:

Ausflüge unternommen, kleine Ortschaften angeschaut, oft im Restaurant

gegessen und viele Fotos gemacht. Wir waren auch oft unterwegs, wenn es

schon dunkel war, weil die Südländer ja eher nachts zum Leben erwachen

(hihi, wie die Katzen….). Das ist für mich ein bisschen ungewohnt, normaler-

weise schlafe ich, wenn der Mond am Himmel steht ..und im Dunkeln ist es

in der Fremde noch brisanter . aber ich hab tapfer alles mitgemacht

und mir nicht anmerken lassen, dass es mir eigentlich total unheimlich war…

 

In der Nähe unserer Unterkunft gab es eine kulturelle Wichtigkeit:

den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle. Dort gibt es riesige Skulpturen

aus bunten Mosaiksteinchen und Spiegelchen, manche sind sogar

begehbar. Dort waren viele Menschen und auch Hunde.

Die Menschen waren allesamt sehr begeistert und haben fotografiert

wie die Wilden.

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Tarquinia, die alte Etruskerstadt.

Dort haben meine Zweibeiner wichtige alte Gräber angeschaut. Zum

Glück dürfen Hunde da nur mit Maulkorb rein und wir hatten keinen

dabei… ich durfte deshalb in einem schattigen Garten hinter dem

Kassenbereich warten, da war es richtig angenehm.

 

Meine Chefin und Milena sind auch einmal mit dem Zug nach Rom

gefahren. Aber da durfte ich nicht mit – sie haben gesagt, das wär nix

für Hunde. Erst war ich beleidigt, aber dann hab ich den Tag mit

meinem Chef verbracht und der ist mit mir auf nen Berg

gefahren, wo wir einen langen Spaziergang gemacht und eine Burg

entdeckt haben. Das war viel spannender als der Petersdom.

 

Die Ortschaften in der näheren und weiteren Umgebung, die wir besucht

haben, heißen Capalbio, Orbetello, Grosseto, St. Stefano (toller Yachthafen),

Tarquinia und Tuscania. Überall findet man sehr altes Gemäuer und typische

Toskanaromantik, das gefällt den Menschen, deshalb kommen sie aus allen

möglichen Ländern dorthin. Für Hunde sind höchstens die vielen Gerüche

interessant und die Katzen, die tagsüber überall herumliegen und nachts

streunern. Auch die Eidechsen sind witzig – superschnell können sie sogar

steile Wände hochrennen. Ansonsten gab es noch Esel, aber deren Geschrei

finde ich eher merkwürdig und viele Schafe. Die laufen frei herum und

manchmal blockieren sie auch eine Straße.

 

Meine Menschen hatten vor dem Urlaub ein bissl Bedenken, weil man

ihnen immer wieder gesagt hat, dass Italiener in der Toskana wohl keine

Hunde mögen. Also das scheint ein echtes Gerücht zu sein… zum einen

haben die Einheimischen hier auch viele eigene Hunde (oft so kleine,

süße „Fußhupen“, aber auch riesige Doggen und natürlich viele Mischlinge),

zum anderen waren sie supernett zu mir, dem „Teddybären“, wollten mich

streicheln und haben mir ab und zu ein Leckerlie zugesteckt. Auch die

allermeisten Vierbeiner waren freundlich. Nur ab und zu ist uns ein

waschechter italienischer Hunde-Macho begegnet, aber solche gibt’s

zuhause ja auch hin und wieder…..

 

Wie jedes Jahr habe ich den Urlaub vor allem deshalb genossen, weil

ich mein Rudel lange Zeit rund um die Uhr um mich hatte, das ist einfach

das Größte und dafür nehm ich auch gerne Hitze, weite Autofahrten und

anderes Mühsal in Kauf!

 

Fotos aus der Toskana könnt ihr im Ordner „Fotos Urlaub 2014“

angucken…….

 

Liebe Grüße, eure Assita :-))