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Mein 3. Urlaub

Ferien in Norditalien am Ortasee

Viele Bilder könnt ihr im Ordner „Fotos Urlaub 2011“ anschauen!

 

 

Im August 2011 bin ich mit meinen Menschen für 2 Wochen an den Ortasee (neben dem Lago Maggiore) gefahren. Mit ner Pause am Zuger See in der Schweiz waren wir 7 Stunden unterwegs, aber das hat mir nichts ausgemacht, ich fahre ja gerne Auto.

Unsere Ferienwohnung war schön groß mit kühlen Fliesenböden und einem riiiiiesigen Garten in dem ich frei herumlaufen konnte. Das Wetter war meiner Meinung nach echt schlecht – total heiß, über 30°C, an manchen Tagen fast 40°C…..seufz…..meine Menschen fanden das toll … kein Wunder, die  müssen ja auch nicht dauernd in so nem dicken Pelzmantel rumlaufen wie ich. Aber ich muss zugeben, dass sie sich schon arg gekümmert haben um mich - haben immer Wasser mitgeschleppt und für Schatten gesorgt, so gut es eben ging und das eine oder andere extrafeine Superleckerlie gab’s für’s Durchhalten natürlich auch.

Vormittags haben meine Leute immer auf „Kultur“ bestanden. Keine Ahnung, was das sein soll und warum die so scharf drauf sind, ich fand’s ziemlich doof und vor allem anstrengend. Wir waren zum Beispiel in den kleinen Orten um den See herum, da gibt es uralte Häuser, viele alte Kirchen, Märkte und Häfen, die man besichtigen kann. Auch auf den „Sacro Monte“ haben sie mich gescheucht, einen Berg, auf dem 21 Kapellen mit ca. 900 lebensgroßen Terracottafiguren zu Ehren des Heiligen Franziskus erbaut wurden…die kann man natürlich alle anschauen. Wenigstens waren die Wege dazwischen schattig. In die Kapellen durfte ich ja nicht mit rein – zum Glück, denn so konnte ich immer mal wieder auf kühlen Steintreppen ausruhen.


Die kleine Insel im See (Isola San Giulio) haben sie mir auch nicht erspart, obwohl man da auch noch mit dem Schiff hinfahren muss – ich hasse Boot fahren! Aber das Inselchen ist sehr berühmt – der Sage nach hat dort der heilige Giulio gegen Drachen und Schlangen gekämpft, deshalb musste das Besichtigen einfach sein….. puh – ich hab nur gegen Hitze und Müdigkeit gekämpft, aber das tapfer, sag ich euch!

Spannend waren nur die kleinen Eidechsen, die überall in den alten Gemäuern wohnen – leider sind sie superultrablitzschnell. Eigentlich bin ich auch ziemlich schnell - Mäuse erwische ich zuhause jedenfalls ab und zu, aber bei den Eidechsen war ich echt chancenlos.

Einmal sind wir mit dem Auto zum Lago Maggiore gefahren, 30 Minuten lang Serpentinen und danach dreimal Boot fahren zu den Mini-Inseln, die leider mitten im See sind….. schlecht wurde mir zwar nicht, aber nervig fand ich das schon, vor allem, weil die Boote auch noch rappelvoll waren und sich auf den Inseln gaaaaanz viele Touristen durch die engen Gassen drängelten. Meine Leute fanden das auch nicht so prickelnd und ärgerten sich noch darüber, dass ausgerechnet der schöne, etwas weitläufigere botanische Garten auf der Isola Bella für Hunde verboten ist. Mir war’s recht, so konnte ich ein Nickerchen im Schatten vor dem Eingang machen, meine Chefin hat mich derweil bewacht.

Einen viel schöneren (sagt mein Chef) botanischen Garten gibt es am Lago Maggiore in Verbania (Villa Taranto) mit uraltem, vielseitigen Baumbestand und (im August) 300 verschiedenen Dahliensorten. Der war sehr schön angelegt - nicht so pompös, eher wie ein alter Park. Dort durfte ich an der Leine mit rein und das Herumschnüffeln auf den schattigen Wegen hat echt Spaß gemacht!!

Besonders gut gefallen hat mir unser Ausflug auf den Monte Mottarone – auf 1355 m Höhe hatten wir einen tollen Blick auf den Ortasee und den Lago Maggiore. Dort oben war es außerdem nicht so heiß und es ging ein erfrischendes Lüftchen. Für meine Menschen war das auch schön, denn dort gibt es außer der genialen Aussicht auch noch ne Seilbahn und ne Sommerrodelbahn.


Aber am allerschönsten fand ich den Wasserfall bei Pescano. Zwar war der jetzt im Hochsommer nicht so üppig, aber das „Auffangbecken“ war einfach genial – kristallklares und kühles Wasser, in dem man herumwaten oder ein Sitzbad nehmen konnte. Außer uns war dort niemand, deshalb konnte ich ohne Leine sein und im erfrischenden Nass herumrennen soviel ich wollte. Ich wollte dort gar nicht mehr weg…..


Nachmittags ging’s dann meistens gemütlich zu – da sind meine Menschen immer an den Strand von Pettenasco gefahren. Hunde dürfen an öffentlichen Stränden zwar nur mit Leine ins Wasser, aber das machte mir nichts aus - ich wate je eh meistens nur ein bisschen zur Abkühlung herum, nehme ein paar Schluck leckeres Seewasser und hau mich dann wieder auf’s Ohr. Meine Leute haben immer geschaut, dass ich ein schattiges Plätzchen ganz alleine für mich hatte, notfalls haben sie aus Stühlen und Handtüchern eins gemacht, das war echt nett, denn in der prallen Sonne hätte ich es kaum aushalten können. Milena hat mich mit viel Geduld und Leckerlies zum Schwimmen überredet und mit der Zeit hatte ich dann richtig Spaß daran. Das Wasser hatte 23°C, war herrlich frisch und ganz klar, man konnte Fische drin schwimmen sehen. Manchmal sind Enten und Schwäne vorbei geschwommen, aber die haben sich von mir nicht erschrecken lassen….Spielverderber!

Am Strand war ich eine kleine Sensation. So einen Hund, der aussieht wie ein Bär, sieht man hier wohl eher selten. Manche (wenige) Menschen hatten Angst vor mir und brachten ihre Kleinkinder und (keifenden) Kleinhunde in Sicherheit …. hihi… wenn die wüssten, dass ich eigentlich ein Schäfchen bin! Aber die allermeisten Menschen waren total freundlich zu mir, sagten, ich sei „bellissima“ und kamen extra zu mir um mich zu streicheln. Obwohl ich das nicht sooo gerne mag von Fremden, konnte ich es ihnen nicht abschlagen – Italiener sind halt so .. und ich kannte das ja schon aus dem letzten Urlaub…..und ganz ehrlich: ein (aber nur ganz kleines) bisschen gefreut hat mich die liebevolle Zuwendung ja schon auch. Vor allem die Kinder wollten mich ständig anfassen – die dachten wohl, ich sei ein lebendiges Steiff-Tier. Das war ok, Kinderchen mag ich nämlich echt gerne, nur die ganz kleinen, die noch so wackelig laufen, finde ich ein bisschen unheimlich.

 

Abends, wenn es kühler wurde, sind wir noch mal in ein Städtchen gefahren, weil meine Menschen in einer Pizzeria oder einem anderen Restaurant essen wollten. Das war immer sehr schön – da roch es so lecker und man konnte im Freien sitzen. Das war in den engen Gassen spannend, denn da hatte ich cooles Hundefernsehen. Ich hab mich vorne neben den Tisch gelegt – Logenplatz sozusagen – und konnte ganz genau beobachten, was da alles passierte. Einmal hat mein Chef eine Lammkeule gegessen und ich hab nachher den Knochen bekommen – das war ein Fest, sag ich euch .. ich träume heute noch von diesem Duft!!

Natürlich haben wir in den Ortschaften auch Katzen getroffen – aber die italienischen Katzen sind voll abgebrüht – die rennen nicht davon und lassen sich jagen wie die Dorfkatzen daheim – nein, sie stolzieren arrogant überall herum und bleiben frech mitten auf dem Weg sitzen obwohl ICH da bin, fauchen und machen einen riesigen Buckel – zum Fürchten! Ich war diesmal aber auch ganz cool und hab mir weder Furcht noch Enttäuschung anmerken lassen, schließlich hab ich die frechen Biester ja schon letztes Jahr am Ledrosee kennen gelernt.

Auf der Isola Bella waren auch richtig viele Katzen. Über die hab ich mich insgeheim aber schon ziemlich geärgert, die saßen gemütlich am Straßenrand, auf den Fensterbrettern oder sogar in den schattigen Regalen der Verkaufsstände und haben ganz hämisch gegrinst, wenn ich hechelnd vorbeitrabte. Das war echt demütigend!


Auch viele Hunde hab ich getroffen – Urlauberhunde und einheimische. Leider waren immer alle an der Leine und keiner durfte frei spielen wie zuhause. Schade. Mit den meisten war aber wenigstens eine Begrüßungsschnüffelei möglich und ein kleines Hundeschwätzchen, inzwischen kann ich schon ein paar Brocken Französisch, Holländisch und natürlich Italienisch.

Auf der Heimfahrt haben wir wieder in der Schweiz Pause gemacht - diesmal im "Heidiland" :-)) und dann haben wir der "See-Oma" in Konstanz noch einen Besuch abgestattet. Dort haben wir einmal übernachtet - das war einerseits toll, denn die Oma hat immer Käse und Wurst für mich da - das steckt sie mir dann heimlich zu, wenn keiner guckt :-))) andererseits fand ich das arge Gewitter in der Nacht nicht so berauschend..... aber ein Gutes hatte es auf jeden Fall  - am nächsten Tag war es nämlich ganze 20"C kühler ...... jipppieh - endlich Schluss mit dieser Affenhitze ....

Jetzt bin ich wieder zuhause und freue mich über meine Katzenqueen - die ist leider wie immer "not amused" :-))) - und auf meine Hundefreunde freue ich mich natürlich besonders - die werden staunen, was ich alles zu erzählen habe :-)))

Ach ja - ausruhen muss ich mich auch noch ausgiebig ... urlauben ist schön, aber echt anstrengend!!!